FREI VON FREI ZU

1.November 19:00 Uhr Buchladen Sputnik

Free Jazz, Improvisation und Niemandsmusik


VON: [bastArt], [brausehaus], [xIIIx]
MIT: [sɑˈkɛ] (TON), [M.Mann] (IMPULS), [F.Klopotek] (TEXT)
WIE: Kein Improtheater. Kein Acroyoga. Kein Redezwang. Eine etwas andere Lesung

Improvisieren meint mit krummen Werkzeug arbeiten. Mit schiefen Momenten
zurande kommen. Mit verqueren Leuten spielen... Improvisieren meint
Situationen »auf Arbeit«, »im Alltag«, »in der Musik«. Aber meint
Improvisieren auch das Gegenteil von Regelwerken und festen Strukturen?

Pünktlich zur Regen- und damit Proberaumsaison wollen wir als Brausehaus
unsere eigenen Erfahrungen mit Improvisation reflektieren. Und da wir
uns damit nicht selten im Kreis drehen, haben wir uns Felix Klopotek
(Autor von "how they do it", Venil Verlag) eingeladen. Mit ihm wollen
wir die Geschichte und die sozialen Aspekte einiger Freejazz-Kollektive
beleuchten, die in den 60er und 70er Jahren entstanden und teilweise bis
heute existieren.

Warum? Weil es Versuche waren in denen bewusst ohne - von einem Leader
oder Lehrer verlangte und dementsprechend kanonisierte - Vorkenntnis
improvisiert werden sollte. Es richtete sich explizit auch an
Nicht-Musiker und war durchaus ernste und hingebungsvolle Arbeit am
Stoff, also kein Happening und keine lustige Provokation. Ein
interessantes Zwielicht: Weder Musik noch Politik.