Antisemitismus im Fußball

21.Mai 19:00 Uhr Karl-Liebknecht-Stadion

Antisemitismus im Fußball - Tradition und Tabubruch

Der Vortrag widmet sich dem Thema Antisemitismus im Fussball.
Fussball ist die beliebste Sportart in Deutschland und auch ein Ort für Antisemitismus und Diskriminierung.
Er wird von Millionen von Menschen in Deutschland gespielt, von noch mehr Fans im Stadion oder am Bildschirm verfolgt. Fußball ist ein kulturelles Ereignis - und gleichzeitig ein Bereich, in dem Diskriminierung und besonders Antisemitismus noch immer gegenwärtig sind, so der Autor Florian Schubert. Mit antisemitischen Stereotypen werden seit jeher gegnerische Spieler, Fans und auch Schiedsrichter diskreditiert, unabhängig davon, ob es sich um Juden handelt oder nicht.
Florian Schubert eruiert, in welcher Form und in welchen Kontexten Antisemitismus im Fußball seit den 1980er Jahren in der BRD und in der DDR auftaucht und wie er fußballintern bewertet wird. Er untersucht die Funktion antisemitischen Verhaltens bei Fans, Spielern und Vereinsverantwortlichen - von Nationalmannschaft und DFB bis hin zu regionalen Vereinen. Am Ende steht die Frage, ob das Stadion in Bezug auf diskriminierendes Verhalten eine Sonderstellung einnimmt oder als Brennglas gesellschaftlicher Phänomene gesehen werden kann.

Referent ist Florian Schubert. Er ist Politik-, Sport- und Geschichtswissenschaftler sowie Referent zu Diskriminierung im Fußball. Er arbeitet als Lehrer an einer Hamburger Stadtteilschule und konzipierte u.a. die Ausstellung »Tatort Stadion« des Bündnisses Aktiver Fußballfans [BAFF] mit.

Eine Veranstaltung des Spartacus e.V.

Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Potsdam