07. Oktober | 21:00 Uhr | U-24

Postapokalypse - Mottoparty

Dj Love
Dj Witchdance
Anstand und Moral
Kadonnut Manner

Es wird Nacht an der letzten Wasserstelle vor der „Zone“.
Seitdem die Ozonschicht in der „großen Katastrophe“ um die Hälfte dezimiert wurde, brennt die Sonne tagsüber unerträglich. Doch nun, nach Sonnenuntergang, kommt Leben in die Ruinen, Hinterlassenschaften einer der letzten großen Schlachten, die hier tobten. In einem der alten Bunker betreiben dunkle Gestalten die „Bar am Ende des Universums“. Hier lässt sich alles bekommen und alles tauschen, was für das Überleben seit dem Tag danach notwendig ist. Und wie das Licht die Motten, so zieht dieser gesetzlose Ort jene an, die sich auch nach der totalen Verwüstung nicht der Verzweiflung ergeben wollen.

Eine Gruppe Abenteuer sucht nach einem Stalker, einem Wegekundigen, der sie in die Zone führt. Dort soll, so sind sie überzeugt, ein Bruchstück jenes Meteors liegen, der einst New York vernichtete. Wenn sie ein Stück davon mitbrächten, so glauben sie, könnten sie sich den Affenkönig gewogen machen, der mittlerweile über Amerika herrscht. Misstrauisch beäugt werden sie von ein paar Angehörigen der lokalen Miliz, die den Zaun der Zone hier bewachen. Seit einiger Zeit soll es an anderen Orten am Rande der Zone zu Zombiattacken gekommen sein. Seitdem versuchen sie die Zone noch stärker abzuschotten.

In einer Ecke liegen ein paar Mutanten im Soma-Rausch, sie sind für ein paar Tage vor der harten Arbeit in den Minen hierher geflohen. Ein paar Wanderer flicken ihre Sachen und füllen ihr Vorräte auf. Sie wollen weiter nach Osten. Dort, so heißt es, soll eine neue Stadt, eine neue Zivilisation entstehen. Sie hätten dort auch ein Mittel gefunden, gegen jene Krankheit, die einst aus den Laboren über die Menschheit kam. Bei einer Jägerin aus der Steppe decken sie sich mit dem getrockneten Fleisch von Riesenratten ein. Ein zertifizierter Soylent Green-Händler, wenig erfreut über die Konkurrenz, versucht dazwischen zu gehen, doch ein Wink mit ihrer Armbrust lässt ihn sich eilig zurückziehen. Hasserfüllte Blicke werden beiden hinterher geworfen von einigen Troglodisten. Die KämpferInnen der vegetarischen Guerilla sitzen in einer dunklen Ecke bei einem Krug Atomic Ale. An ihrem Tisch Thomasina Paine. Das „Transkontinentale Straßenrennen“ soll im nächsten Jahr durch diese Oase führen. Die alte Untergrundkämpferin versucht deshalb ein Bündnis mit den Troglodisten zu knüpfen, um diesem Spektakel endgültig ein Ende zu setzen.

Am Nebentisch spektakelt eine Horde Rocker. Sie haben gerade einen Tanklastzug Wasser entführt und ihre Beute bei einem der Nomadenstämme, die in den Überresten der alten Fabriken nach Brauchbaren graben, gegen ein paar Barren Buntmetall eingetauscht. Nun versaufen sie hier ihre Beute.

Doch plötzlich Stille: Auf den Platz vor der Bar schiebt sich ein Panzer, zerquetscht zwei-drei mutierte Riesenkellerasseln, bevor er zum Stehen kommt. Aus der Luke schaut ein Mädchen mit kurzgeschorenen Haaren. Es ist auf der Suche nach dem Postmann, der hier hin und wieder vorbei schaut und der die einzige verlässliche Verbindung in die Außenwelt darstellt. Er soll gerade in der Gegend unterwegs sein. Da sie ihn nicht sieht, öffnet sie ein Bier und gesellt sich zu den ZuschauerInnen des Boxkampfes zweier Riesenkänguruhs, die ihren Lebensunterhalt mit manipulierten Sportwetten bestreiten.

Auf einem Hügel in Sichtweite der Bar haben sich einige religiöse Fanatiker versammelt. Sie beten zu einem Klumpen zusammengeschmolzener Platinen, den sie „The Brain“ nennen und von dem sie hoffen, dass er eines Tages wieder auferstehen würde und die Welt wieder mit Katzenbildern versorgen möge. Die Priesterin der Gruppe schwört die ewige Verdammnis auf jene herunter, die sich mit Soma und Atomic Ale dem Glauben an „The Brain“ und seinen Propheten St. Evejobs entziehen. Die religiösen Gesänge werden jedoch schon bald von den Rythmen einer Band übertönt. Disaster Area, die Lokalmatadore, scheppern bis ins Morgengrauen.

Eintritt:

alle, die die Apokalypse überstanden haben und entsprechend postapokalyptisch aussehen:
3 bis 5 €
alle anderen: 8 bis 10 €

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