08. Juni | 20:00 Uhr | Café hausZwei freiLand

Rassismus vor Gericht JUSTIZWATCH

"Dass der Angeklagte den Abend mit Albanern verbracht hat, zeigt, dass ein rassistisches Tatmotiv nicht gegeben ist. Für führende deutsche Kadernazis sind Albaner nicht gerade der typische Umgang" (Richter in der Urteilsbegründung, Amtsgericht Königs Wusterhausen, März 2017).
Eine solche Aussage kann ein weiß besetztes Gericht in Deutschland treffen, wenn es sich nach einer Pfeffersprayattacke auf eine Unterkunft für Geflüchtete mit dem möglichen rassistischen Tathintergrund beschäftigen muss."

Rassismus ist auch in Gerichtssälen häufig ein Thema und wird doch nicht thematisiert. Es sei denn, er kann dem gesellschaftlichen rechten Rand zugeschrieben werden. So können aus der Pfeffersprayattacke ein „dummer Jungenstreich" und Schreckschusspistolenschüsse auf Geflüchtete lediglich als inakzeptable Selbstjustiz verurteilt werden.

JUSTIZWATCH hat in den letzten drei Jahren zum einen Strafprozesse als Folge rassistischer Gewalttaten und zum anderen Prozesse, in welchen die Betroffenen von rassistischen, staatlichen Praxen kriminalisiert wurden, beobachtet. JUSTIZWATCH wird eine Analyse dieser beiden Prozessarten wagen und über Erfahrungen aus der rassismuskritischen Prozessbeobachtung berichten.

Eine Veranstaltung der Hochschulgruppe beat

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